Schweizer Volksentscheid
Schweizer Volksentscheid
Geschrieben von: co
Dienstag, 01. Dezember 2009 um 10:33
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Die Aufregung ist groß. Die Schweizer haben sich gegen den Bau weiterer Minarette ausgesprochen - ganz demokratisch, basisdemokratisch. Also WIRKLICH demokratisch. Der politisch korrekte Mob schreit auf. In ganz Europa gehen die Mainstream-Demokraten - die in Wirklichkeit keine sind - auf die Barrikaden. Jetzt sehe man, wohin Volksentscheidungen führten! Das dumme intolerante Volk lebe seine schäbigen Gefühle aus, diskreditiere Minderheiten und mache Rassismus wieder salonfähig.
Was für eine gottverdammte Anmaßung. Es wird höchste Zeit, dass der Souverän, das Volk, wieder Herr in seinem eigenen Land wird. Und genau das ist es, was der Führerschaft der Staaten - aller Staaten - so furchtbar gegen den Strich geht. Denn dies war nicht nur ein Aufbegehren gegen eine von oben gesteuerte und aufgesetzte Politik, sondern gegen die Usurpation der Macht durch eine selbsternannte Führungselite. Deren Glauben, mittels Medien und sonstigem Dummgeschwätz Völker in die gewünschte Richtung führen zu können, hat einen schweren Dämpfer erhalten. Schon wird in den Führungsetagen darüber nachgedacht, wie man solche "Unfälle" in Zukunft vermeiden könne. Die Schweizer sind da klar im Nachteil, die althergebrachte Basisdemokrtie ist äußerst störend. Für die anderen europäischen Länder - besonders natürlich Deutschland - gilt das nicht. Dort wurde und wird die Zustimmung der Völker gar nicht gebraucht. Entscheidungen werden souverän über deren Köpfe hinweg getroffen. In deren Augen echte, wirkliche Demokratie.
Auffällig ist, dass selbst die christlichen Kirchen diese Entscheidung des Volkes nicht mittragen. Denn irgendwie - das ist denen sehr wohl klar - sitzt man doch im gleichen Boot. Demjenigen Boot nämlich, das mithilft, die Nachwirkungen der Aufklärung, die bedauernswerter Weise bis heute noch wirken, allmählich ganz vergessen zu machen. Da sieht man den Islam durchaus als nützlichen Helfer. Ist es doch ihm zu verdanken, dass Rechtsgüter, die auf der Wirkung der Aufklärung beruhen, als Zeichen der Toleranz in Frage gestellt werden. Keine Beleidigung des Islam! Sehr schön. Da liegt es nahe, dasselbe für die christlichen Kirchen zu fordern... und so fort. Dann die nächste Forderung - keine Beleidigung der Herrschenden....und so weiter. Seht ihr, wohin der Hase läuft?
Letztendlich geht es um nichts anderes, als um einen totalitären Ausbau der Herrschaft, immer schön "demokratisch" natürlich.
Die Schweizer haben diesen Selbstläufer unterbrochen. Dafür gebührt ihnen Dank! Gratulation, Schweiz.