Geschrieben von: co Sonntag, 30. Januar 2011 um 20:33
...wie bringe ich meine sauer ergaunerten Milliarden in Sicherheit? Diese äußerst wichtige Frage stellt sich in diesen Tagen vielen Menschen, die sich in den vergangenen 30 oder mehr Jahren mehr oder weniger legal auf Kosten der Bevölkerung bereichert haben. Viele solcher bemitleidenswerter Geschöpfe wurden durch die Vorgänge in Tunesien und werden jetzt wohl auch in Ägypten erst ihrer angestammten Heimat beraubt und dann noch um ihr Vermögen erleichtert. Wohl denen, die für solch unmenschliche Fälle vorsorgten. Ihnen wird in der Diaspora der Diktatoren ein einigermaßen menschliches Überleben zuteil. Obwohl das natürlich die angestammte und geliebte Heimat nicht ersetzen kann. Schon allein die Gewöhnung an anderes Personal ist ja eigentlich eine Zumutung. Glücklich der, der nie eins hatte, er vermag die darin enthaltene ungeheure Tragik nicht zu ermessen. So ist es also ein Glück, dass die der Welt höchstes Glück spendende Nation, die USA, wenigstens dafür sorgen, dass das zur Seite gebrachte Geld seinen rechtmäßigen Besitzern erhalten bleibt. Nun ist es leider allerdings auch so, dass ihnen in der gerechtesten der gerechten Nationen oft kein Asyl erteilt werden kann. Aus welchen fadenscheinigen Gründen auch immer. Daher dürfen diese Unglücklichen nun in einem auf einer Insel geschaffenen Diktatorenparadies die Früchte ihres Tuns genießen - und nach ein paar Schönheitsoperationen werden sogar Landgänge wieder möglich. Die weniger Glücklichlichen müssen sich mit einem Asylantrag in Deutschland begnügen, da kann es dann schon mal passieren, dass man nach vielen schönen Jahren mit Soze auf einmal des Völkermords angeklagt wird. Aber so etwas kommt ja Gott sei Dank nur sehr, sehr selten vor. Ansonsten fühlt sich unser Staat den Korrupten durchaus zu großem Dank verpflichtet.