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Permanent Krieg

Permanent Krieg

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Kommentare

 Nach dem Krieg ist vor dem Krieg.
Seit ihrer Gründung 1776 wird dieses Prinzip von den USA erfolgreich praktiziert.
Demokratie hin, Demokratie her. Expansion muss sein.
Die Anlehnung der Verfassung der Vereinigten Staaten an die römisch-republikanische Regierungsform erfolgte nicht zufällig. Das imperiale Rom der Antike - Vorbild der „Neu-Adelsrepublik“ USA unter demokratischem Deckmäntelchen.
Der simple Vorwand, Demokratie und  Menschenrechte weltweit zu verbreiten, entwickelte die USA zum erfolgreichsten Imperium seit dem britischen Weltreich – dessen größte Teile sie gleich mit übernahmen.
Großen Anteil am Erfolg hatten in diesem Fall nicht nur die Waffen – der natürlich nicht unterschätzt werden darf – sondern auch die Propagierung einer recht schlichten Weltsicht.
Hinter eingängigen Begriffen wie Freiheit für ALLE, gleiches Recht für ALLE und Recht auf Streben nach Glück für ALLE verbirgt sich eine aggressive Politik gegen ALLE, die nicht gleicher Meinung sind.
In den bigotten USA, die sich als „God’s own country“ verstehen, entwickelte sich das unbegrenzte Recht auf Privateigentum zum eigentlichen Gott und Götzen der Amerikaner.

Wo sonst in welchem Land findet sich sonst ein Penner, der die Heiligkeit Mammons mit Tränen in den Augen unter Anrufung Gottes zum Zeugen beschwört?
Das ist der Beweis, dass irgendeine dumme Propaganda, wenn sie nur lange und eindringlich genug vorgetragen wird, erfolgreich im Bewusstsein der Menschen verankert wird.
Folgerichtig schließen die Führer der USA messerscharf: Das asoziale Element des Rechts auf unendliche Bereicherung ist allgemein ewig gültiger Grundsatz der Weltordnung. Erhält höchste Verfassungspriorität.
Wird im Rang einer Religion absolut gleichgestellt. Amerika versteht unter dem Recht auf Freiheit in erster Linie das Recht auf Freiheit unbeschränkten amerikanischen Handelns und Handels in der Welt. Notfalls mit Gewalt.
Amerika beglückt die Welt mit der genialen Erkenntnis, dass formale Demokratie noch lange nicht die Herrschaft des Pöbels bedeutet.  
Im Gegenteil, es gilt die Erkenntnis, dass wahre Demokratie straffe Führung bedeutet.
The leading of the pack.
Heißt: Bist du gewählt, kannst du machen was du willst.
Daran hindern kann dich nur Terrorismus.
Daher gilt:
Alles, was gegen den erklärten Willen einer amerikanischen Regierung – wo immer in der Welt – geschieht, erfüllt den Tatbestand des Terrors.
Der mit ALLEN Mitteln bekämpft werden muss.
Weltweit. Jederzeit. Kompromisslos. Gnadenlos.
Siehe IRAK.

Angenommenes Szenario:
Der Irak ist nieder gebombt. Amerikanische Truppen besetzen das Land. Die anfängliche Agonie der verzweifelten Bevölkerung wiegt die Besatzungstruppen in falscher Sicherheit.
Der begonnene Wiederaufbau geht nur langsam voran. Die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln wird von internationalen Organisationen vorgenommen. Die zerschlagene Infrastruktur schafft Probleme. Die einzelnen Völkerschaften suchen ihre Vorteile zu sichern.
Die Sicherung der Ölfelder durch US-Truppen  und deren Ausbeutung durch amerikanische und britische Ölkonzerne erhöht den Widerstand einheimischer Führer, die sich um die Beute betrogen fühlen.
Der zivile Widerstand wandelt sich zum militärisch geführten Guerillakrieg – für die USA selbstverständlich reiner Terror. Die eingeleiteten Maßnahmen fallen entsprechend aus. Die Situation eskaliert, schaukelt sich gefährlich auf.
Brutale „Befriedungsaktionen“ bringen die gesamte Region zum Kochen.
Israel – Copilot der Supermacht - nimmt die Gelegenheit wahr und entfernt in den besetzten Gebieten ebenfalls seine „Terroristen“.
Militärisch hilflos schauen die Anrainerstaaten zu. Zwangsläufig gerät die Rhetorik  der Regierungen – nach nachhaltigen Protesten der Bevölkerung - auch US-freundlicher Araberstaaten immer unmissverständlicher Israelfeindlich:
Die Bevölkerungen fordern Krieg gegen Israel!
Aufstände erfolgen, die immer brutaler niedergeschlagen werden müssen. Die Situation gerät außer Kontrolle.
Israel droht offen mit Atomschlägen, wenn es angegriffen wird.

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