Gestern bei Anne Will
Gestern bei Anne Will
Geschrieben von: co
Montag, 08. Februar 2010 um 16:59
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Wer hat sie gesehen? Die, die Fakten nannten und Tacheles sprachen - und die, die sich in dämlicher Rhetorik versuchten. Auf der einen Seite Heiner Geisler und Sahra Wagenknecht - die sich schon im Bundestag unbeliebt gemacht hat, weil sei einem Kriegsverbrecher den Kotau versagte - und auf der andern Seite die Großsprecher, darunter Henkel, der Rest nicht erwähnenswert.
Geisler, nach Franz Josef Strauß Herz-Jesu-Marxist, und Wagenknecht blieben bei ihren Beiträgen ruhig und gelassen. Die Wahrheit hat einfach ihre eigne Stärke. Die Gegenseite übte sich in brutaler Verbalartistik. Tatsachen wurden einfach geleugnet, Dinge völlig verdreht dargestellt. Und lustigerweise wurde beim Thema Steuer-CD's aus der Schweiz ausgerechnet der Rechtsstaat angeführt, um dessen Bestand gefürchtet wurde. Gottchen, Gottchen...ausgerechnet die Leute, die völlig bedenkenlos Rechtsstaat und Demokratie aushöhlen bis gar ganz demontieren, berufen sich auf den Schutz des Rechtsstaats, wenn Multimillionäre ihre Vermögen an der Steuer vorbei ins Ausland schaffen. Welche Verhöhnung des gesunden Rechtsempfindens - vom gesunden Volksempfinden wollen wir hier gar nicht reden. Und genau diese Leute mokieren sich über angebliche Sozialbetrüger im Hartz4-System. Ganz korrekt führte hier Sarah an, dass in diesen Fällen eher Notwehr vorliege - denn leben kann keine Sau von diesen Beträgen, geschweige denn ein Mensch. Eben ganz das Gegenteil der Steuerbetrüger, die sich dieses System sowieso schon untertan gemacht haben - und selbst der restliche kleine Obulus ist ihnen schon zuviel. Sie haben doch den Staat schon, den sie wollten. Ihrer Gattung, über die Maßen vom "Rechtstaat" geschützt, wird endlose Bereicherung ermöglicht - und das reicht ihnen immer noch nicht. Das ist die gerühmte Sozialverantwortung der Reichen und Schönen - na ja, das mit der Schönheit haut meistens nicht so hin - die dieses neoliberale Desaster zum größten Teil mit zu verantworten haben.
Aber wer weiß...vielleicht haben's sie's ja nicht ewig...das Blutgeld!