Eine Frage der Ehre
Eine Frage der Ehre
Geschrieben von: hp
Freitag, 09. Januar 2009 um 10:17
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Adolf Merckle ist tot. Der jahrzehntelang erfolgreiche Unternehmer hat sich vor einen Zug geworfen. In kürzester Zeit hatte er sein Vermögen verspielt – mit Optionen auf das falsche Pferd gesetzt. Und die Konsequenzen gezogen. Dabei hatte er nur sein eigenes Geld verspielt. Und wahrscheinlich hätte er genug auf der Seite gehabt, um weiterhin einen gepflegten Lebensstil zu führen – einschließlich der Versorgung weiterer Nachkommen auf Generationen hinaus. Das war IHM aber zu wenig. Die Häme, die er nach seinem Scheitern erfuhr, konnte er nicht ertragen – und hat seinem Leben ein Ende bereitet. ER hätte das nicht nötig gehabt.
ANDERE, die weit mehr Schuld auf sich geladen haben, die deutsches Volksvermögen verluderten, die ihnen anvertrautes Geld gierigen Spekulanten in den Rachen geworfen haben und damit Generationen von Deutschen in die Schuldenfalle treiben, lachen wahrscheinlich über diese Konsequenz der Ehre.
Denn sie haben keine. Sie und ihre politischen Hintermänner – denn ohne politisch gewollte Unterstützung wäre das Ding gar nicht gelaufen! – sitzen weiterhin an den Schalthebeln der Macht und tun so, als ob sie das nichts anginge!
Und nicht nur das. Weiterhin sacken sie unerhört hohe Gehälter ein, kassieren Prämien und schanzen sich einträgliche Posten zu. Weitgehend sind das dieselben Personen, die das zunehmende Elend des deutschen Volkes zu verantworten haben – Arbeitslosigkeit, Hartz IV, Lohndumping – um nur ein paar zu nennen. SIE, genau sie, die mehr Eigenverantwortung für die ANDEREN fordern, lehnen sie für sich selbst ab! Natürlich – denn wer vergleicht schon Äpfel mit Birnen? Völlig andere Baustelle – natürlich!
Dabei stünde ihnen das gut an – die Konsequenzen zu ziehen, so wie Merckle! Das würde das deutsche Volk wahrlich entlasten…
Aber wenn man keine Ehre hat…? DANN lebt’s sich herrlich und in Freuden und man lacht sich tot über die Deppen!!!