Abgeschmettert
Abgeschmettert
Geschrieben von: harri
Freitag, 16. Januar 2009 um 09:31
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Welch eine Erleichterung! 114 Stimmen fehlen zum Bürgerentscheid. Mit großem Bedauern stellte der Gmünder OB fest, dass man nun gar nicht anders kann, man MUSS den Bürgerentscheid ablehnen. Welch Schmerz!
Mehr kann man gar nicht heucheln. Wie und ob die Ablehnung zustande kam, der Modus der Auszählung wirklich rechtens war, wir werden es wohl nie erfahren. Der Initiator der Bürgerbefragung hat sich schon als „ehrlicher Verlierer“ ausgewiesen, der demokratische Spielregeln akzeptiere, auch wenn sie schmerzten. Welch edle Haltung in der Niederlage!
Und jetzt geht es fröhlich weiter. Der Gemeinderat hat seine völlige Handlungsfreiheit wieder gewonnen, die Demokratie hat gesiegt.
Welche Demokratie? Nun, eben die, die SIE meinen, die über die Köpfe der Bürger hinweg bestimmen und unwiderruflich Tatsachen schaffen. Wahrscheinlich wird es wieder so sein, wie es mit dem alten Stadtbad war – keiner war’s gewesen, alle waschen ihre Hände in Unschuld – und allen tut’s unendlich leid. Wahre Demokratie hätte dieses unwürdige Spektakel nicht geduldet. Dass 114 angeblich fehlende Stimmen einer demokratiewürdigen Abstimmung den Garaus machen – das ist der Gipfel in einer langen Reihe von Entscheidungen, die Bürger verachtende Borniertheit aufzeigen. Der Bürger, so die versteckte Aussage hinter der schönsprecherischen Fassade, hat nichts zu melden. Halt’ er einfach’s Maul, `s wird sowieso nix draus! Das ist wahre Demokratie!
Denn – machen wir uns doch nichts vor – eine Bürgerentscheidung spräche sich FÜR den Erhalt des alten Postamts aus!!!